Eine Petition unterschreiben?
Haben Sie sich auch schon gefragt, ob eine Protest-Unterschrift letztendlich doch nur ein einziger Tropfen auf den berühmten heißen Stein ist? So ergeht es mir immer wieder – und doch habe ich jetzt wieder eine internationale Petition unterschrieben. Sie protestiert gegen die Einstufung von Orang-Utans in Malaysia und Indonesien als „Ungeziefer“. Die Palmölkonzerne suchen dort einen Vorwand, um diese hochsensiblen Tiere mit brutalsten Mitteln bekämpfen und ausrotten zu können – angeblich, weil sie Palmbaum-Setzlinge fressen. Verschwiegen wird dabei, dass die Eigentümer der Palmöl-Plantagen sie dazu gezwungen haben, weil die Waldrodungen den Lebensraum der Orang-Utans, auch die „Menschen des Waldes“ genannt, rücksichtslos vernichten.
Gibt es eine „humane Schlachtung“?
Einäugige und ganzheitliche Humanität in der Tierschutzdiskussion
Menschen, die sich für den Tierschutz engagieren, haben vorgeschlagen, diesen Ausdruck zum „Unwort des Jahres“ zu erklären. Und ähnlich hatte auch schon der französische Schriftsteller, Dichter und Philosoph Albert Camus (1913-1960) gedacht, als er ironisch bemerkte: „Die Scharfrichter von heute sind bekanntlich Humanisten“ (weil die Hinrichtungsmethode gegenüber früher „humanisiert“ worden war). Die gestellte Frage bewegt also die Gemüter der Nachdenklichen nicht erst seit heute.