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Droht in Russland ein Massaker?

Wer die Berichterstattung über die jüngsten Ereignisse in Russland verfolgt hat, dem muss wohl das Blut in den Adern gefroren sein. Um das drohende Blutvergießen noch zu stoppen, wendet sich unser Partner, die Liga für Tierschutzpolitik, mit einem Appell an die Öffentlichkeit - und unterbreitet Präsident Medwedew in einem offenen Brief einen Alternativvorschlag.

Liebe Tierfreunde,

würden Sie ruhig bleiben, wenn Sie wüssten, dass einem Tier in Ihrem Umkreis, vielleicht sogar Ihrem Hund oder Ihrer Katze, bei lebendigem Leibe das Fell abgezogen werden soll? Genau dies droht ab Ende Februar einer riesigen Zahl von Robben in der russischen Region Archangelsk. Warum? Weil eine norwegische Pelzverarbeitungsfirma mit Russland für eine Zeit von sieben Jahren einen mörderischen Vertrag geschlossen hat. 50.000 erwachsene Tiere oder 200.000 Robbenbabys werden dann eiskalt abgeschlachtet - offiziell durch Erschlagen mit dem Knüppel. Aber bei dem aus Wirtschaftlichkeitsgründen praktizierten Akkordttempo wird nicht lange gefragt, ob die Tiere wirklich tot sind: Ein scharfer Metallhaken dringt bei einem Großteil der Robben erbarmungslos in den noch lebenden Körper, der über das Eis gezogen wird. Zwischen 10 und 50% der Tiere leben noch, wenn die Schlächter dann brutal das Fell vom Körper abtrennen.

Menschen in Russland mit ebenso viel Herz wie Vernunft setzen sich leidenschaftlich dafür ein, dass dieses Massaker doch noch in letztervMinute verhindert wird, aber es sind viel zu wenige. So haben sie umvweltweite Hilfe gebeten und begrüßen deshalb den beigefügten, ebenso humanen wie realistischen Alternativvorschlag. Bitte investieren Sie die wenigen Minuten, um ihn zu lesen und ihn dann möglichst weit zu verbreiten. Tragen auch Sie dazu bei, die Robben vor qualvollem Tod zu bewahren und helfen Sie zugleich mit, eine innere Brücke zu einem humanen Russland zu bauen.

Wasmut Reyer / Gisela Mutke

Liga für Tierschutzpolitik

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