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Erfolgsmeldung aus Russland: Handel mit Robbenfellen verboten

Robbe © adiju, stock.xchng

Schon 2009 setzten sich IFAW und Liga für Tierschutzpolitik, eine unserer Partnerorganisationen, erfolgreich für die Abschaffung der Jungrobbenjagd auf russischem Boden ein. Wie nun bekannt wurde, verbietet Russland ebenso wie Kasachstan und Weißrussland nun auch den Handel mit Robbenfellen - ein Durchbruch, mit dem selbst die engagierten Kämpfer Gisela Mutke und Wasmut Reyer nicht gerechnet hätten. Wie dieser Erfolg im Einzelnen zu bewerten ist, erklärt der IFAW in seiner Pressemitteilung.

Weißrussland, Kasachstan und die russische Föderation haben den Handel mit Fellen von Sattelrobben verboten. Laut der kanadischen Regierung ist Russland einer von zwei übrig gebliebenen großen Märkte für kanadische Robbenprodukte und importiert bis zu 90 Prozent der kanadischen Robbenfell-Exporte. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) begrüßt dieses Gesetz als einen großen Erfolg in der Kampagne gegen die kommerzielle Robbenjagd.

"Russland hat seine Jagd auf Sattelrobben 2009 beendet", so Masha Vorontsova, Leiterin des IFAW-Russland. "Wir freuen uns, dass die russische Regierung den nächsten logischen Schritt unternimmt, indem sie den Import von Robbenfellen ebenfalls untersagt."

Die Märkte für Robbenprodukte schwinden weltweit. Das EU-Handelsverbot hat der kanadischen Robbenjagd einen empfindlichen Schlag versetzt, ein lange angekündigter Handelsvertrag über Robbenfleisch mit China ist noch nicht unterzeichnet - und jetzt fällt auch der Abnehmer Russland weg.

"Die kanadische Regierung sollte endlich anerkennen, dass die Zeit für die Robbenjagd vorbei ist", so Dr. Ralf Sonntag, Leiter des IFAW-Deutschland. "Anstatt sich rechtzeitig um Kompensationen für die Robbenjäger zu kümmern, bekämpft die kanadische Regierung das EU-Handelsverbot bei der WTO. Sie sollte endlich einen Schlussstrich unter dieses unrühmliche Kapitel ziehen und die Jagd beenden."

Der IFAW kämpft seit über 40 Jahren gegen die kommerzielle Robbenjagd in Kanada und war mitverantwortlich für die Beendigung der Jagd in Russland 2009. Damals sagte der russische Umweltminister Juri Trutnew: "Das blutige Robbenschlachten, das Töten wehrloser Tiere, das man nicht mal als Jagd bezeichnen kann, ist jetzt in Russland - wie in den meisten entwickelten Ländern - verboten. Es ist ein ernsthafter Schritt für die Erhaltung der Biodiversität in Russland."

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